QR-Bestellsystem
QR-Bestellsystem Gastronomie: Bestellung am Tisch per QR-Code.
Ein QR-Code am Tisch verkürzt den Weg zwischen Wunsch und Küche – aber nur, wenn dahinter ein Ablauf steht, den der Betrieb steuert. Wir richten ein QR-Bestellsystem für die Gastronomie ein oder entwickeln es: mit Tischzuordnung, Varianten, einem Annahmeschritt und einer Übersicht, die in der Küche wirklich gelesen wird. Kasse, Bezahlung und Fiskalisierung bleiben dabei ausdrücklich außen vor.
QR-Bestellablauf prüfen lassen
Felix & Huy
Deine Experten für digitale Gastronomie
Was richtet Len Digital bei einem QR-Bestellsystem ein?
Lohnt sich Bestellung am Tisch per QR-Code bei dir?
QR am Tisch entlastet nicht überall. Diese Übersicht macht vorher klar, worauf es ankommt.
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Geeignet, wenn … | viele Tische auf wenig Servicekräfte kommen, Nachbestellungen den Ablauf bestimmen, Gäste lange sitzen bleiben (Bar, Biergarten, Hot Pot, Shisha) oder Wartezeiten an der Theke entstehen. |
| Nicht geeignet, wenn … | Beratung am Tisch zum Konzept gehört, die Karte stark erklärungsbedürftig ist oder das Publikum die Bestellung am eigenen Gerät nicht annimmt. Auch nicht geeignet als Ersatz für Personal: Zubereiten und Servieren bleibt Arbeit. |
| Was wir von dir brauchen | Karte mit Varianten, Preisen und den vorgeschriebenen Angaben zu Allergenen und Zusatzstoffen; Tischnummern oder ein Plan; wer eine Bestellung annimmt und wer sie ausgibt; welche Gerichte am Tisch bestellbar sein sollen und welche nicht; wie und wann bezahlt wird. |
| Was am Ende dasteht | QR-Codes je Tisch, eine mobil bedienbare Bestellstrecke mit Tischbezug, ein Annahmeschritt im Betrieb und eine interne Übersicht für Küche und Service – dazu die schriftlich festgelegten Regeln. |
| Wo die Grenzen liegen | Keine Kasse, keine TSE, keine Fiskalaufzeichnung und keine Belegausgabe. Keine eigene Zahlungsabwicklung. Keine Zusage einer Verbindung zu Kasse, Warenwirtschaft oder Zahlungsanbieter ohne vorherige Prüfung einer dokumentierten Schnittstelle. Keine Zusage zu Bonhöhe oder Bestellmenge. |
| Woran der Preis hängt | Umfang der Karte und Zahl der Varianten, Zahl der Tische, ob eine bestehende Lösung eingerichtet oder eine Oberfläche entwickelt wird, welche Ansichten der Betrieb braucht und ob laufende Pflege dazukommt. Nach dem Erstgespräch bekommst du den Umfang schriftlich mit Festpreis; einen Listenpreis gibt es dafür nicht. |
| Nächster Schritt | QR-Bestellablauf prüfen lassen: Wir gehen einen typischen Service durch und sagen dir, an welcher Stelle QR entlastet – und an welcher es stört. |
Ob und ab wann eine Bestellung am Tisch kassen- oder aufzeichnungsrechtlich relevant wird, klärst du mit Steuerberatung und Kassenanbieter. Wir ordnen das nicht für dich ein.
Warum ein QR-Code allein nichts löst.
Ein QR-Code, der auf ein PDF zeigt, ist eine digitale Karte – keine Bestellung. Und eine Bestellung, die ungeprüft in der Küche landet, erzeugt in der Stoßzeit genau den Druck, den sie nehmen sollte. Entscheidend sind drei Dinge: dass die Bestellung weiß, an welchem Tisch sie entstanden ist; dass der Betrieb sie annimmt, statt sie nur zu empfangen; und dass Varianten so abgebildet sind, dass in der Küche keine Rückfrage nötig ist.
Was ein QR-Bestellsystem tragfähig macht
Tischbezug von Anfang an: Jeder Code gehört zu einem Tisch, und jede Bestellung trägt diesen Bezug bis in die Ausgabe.
Annahme statt Automatik: Der Ablauf ist so eingerichtet, dass eine Bestellung erst nach ausdrücklicher Bestätigung durch den Betrieb in die Küche geht – so bleibt sie steuerbar. Wann dabei rechtlich ein Vertrag zustande kommt, richtet sich nach der Gestaltung des Bestellablaufs und deinen AGB und gehört vor dem Start geprüft.
Varianten, die in der Küche eindeutig sind: Größen, Schärfegrade, Beilagen und Ausschlüsse werden vorher sauber modelliert.
Pflichtangaben mit festem Platz: Allergene und Zusatzstoffe haben in Karte und Bestellstrecke einen definierten Ort und können nicht leer bleiben.
Für welche Betriebe das passt
Entscheidend ist der Ablauf im Raum, nicht die Betriebsgröße.
- Betriebe mit vielen Tischen und knapper Servicebesetzung in der Stoßzeit.
- Konzepte mit vielen Nachbestellungen, bei denen jeder Gang zum Tisch Zeit kostet.
- Biergärten und Außenflächen, auf denen der Weg zur Theke lang ist.
- Häuser, die abends lange Verweildauern haben und Nachbestellungen erleichtern wollen.
- Nicht sinnvoll dort, wo Empfehlung und Beratung am Tisch den Unterschied machen.
So gehen wir vor
1. Service durchgehen
Wir schauen uns einen typischen Ablauf an: Wer nimmt heute Bestellungen auf, wo entstehen Wartezeiten, welche Tische sind betroffen.
2. Karte und Regeln festlegen
Welche Gerichte am Tisch bestellbar sind, welche Varianten es gibt, wann Annahme erfolgt und wie bezahlt wird – schriftlich, vor der Umsetzung.
3. Einrichten oder entwickeln
Entweder wir konfigurieren ein bewährtes Werkzeug, oder wir entwickeln die Bestellstrecke im vereinbarten Umfang.
4. Testlauf und Übergabe
Erst ein ruhiger Service, dann die Stoßzeit. Danach die Übergabe an das Team, inklusive Sonderfällen.
Mögliche Bausteine
Was davon in dein Projekt kommt, legt der Umfang im Angebot fest. Nichts davon ist ein fertiges Produkt.
- QR-Codes je Tisch mit eindeutiger Zuordnung
- Mobil bedienbare Bestellstrecke mit Warenkorb und Varianten
- Annahme- und Statusschritte für den Betrieb
- Internes Bestellboard für Küche und Service
- Benachrichtigung bei neuer Bestellung
- Sperren einzelner Gerichte oder Kategorien für die Tischbestellung
- Angaben zu Allergenen und Zusatzstoffen als fester Bestandteil von Karte und Bestellstrecke
Die Angaben zu Zutaten, Allergenen und Zusatzstoffen liefert, prüft und verantwortet dein Betrieb. Wir richten Erfassung und Anzeige technisch so ein, dass die vorgeschriebenen Angaben ihren festen Platz haben. Eine Rechtsberatung ist das nicht.
Wo die Grenzen liegen
Ein QR-Bestellsystem ist ausdrücklich weder Kasse noch Zahlungsdienst:
- Keine Kassen-, TSE- oder Fiskalaufzeichnungslösung und keine Belegausgabe im Sinne der Kassensicherungsverordnung.
- Keine eigene Zahlungsabwicklung. Bezahlt wird am Tisch oder an der Theke; die Anbindung eines etablierten Zahlungsanbieters wäre ein eigenes Vorhaben nach technischer und rechtlicher Prüfung.
- Keine fertige Schnittstelle zu einem bestimmten Kassen- oder Warenwirtschaftssystem. Ob eine Verbindung möglich ist, prüfen wir vorher anhand der dokumentierten Schnittstelle – ohne diese Prüfung sagen wir sie nicht zu.
- Keine Zusage zu höherem Bon, mehr Bestellungen oder eingespartem Personal.
- Kein Ersatz für die Speisekarte im Raum. Welche Alternative für Gäste ohne Smartphone vorzuhalten ist, ist dabei nicht nur eine Komfortfrage: Ob dein Betrieb unter das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz fällt, das seit Juni 2025 gilt, und was daraus für eine digitale Bestellstrecke folgt, gehört zu deiner rechtlichen Prüfung. Wir richten die Strecke ein und benennen den Punkt; bewerten können wir ihn nicht.
Geht es dir um Abholung statt um den Tisch, ist der eigene Online-Bestellweg das passendere Vorhaben – beides lässt sich kombinieren.
Erzähl kurz, wie es bei dir läuft – im Erstgespräch klären wir, ob sich das lohnt.