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    Marketing-Ideen für die Gastronomie: 30 Wege zu mehr Gästen

    Von der Redaktion von Len DigitalVeröffentlicht am 11 min Lesezeit
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    Womit du anfängst, wenn die Zeit knapp ist

    Wenn du heute nur drei Dinge tust: Bring dein Google-Unternehmensprofil auf Stand, sorge für zehn ordentliche Fotos deiner meistbestellten Gerichte und mach die Speisekarte auf dem Handy lesbar. Diese drei Punkte kosten wenig und bilden die Grundlage für alles Weitere.

    Der Rest dieses Ratgebers sind 30 konkrete Marketing-Ideen für die Gastronomie, sortiert nach Bereichen. Am Ende findest du eine Priorisierung nach Aufwand und Wirkung sowie einen 90-Tage-Startplan. Kein Punkt verspricht ein Ergebnis: Was Marketing bewirkt, hängt von Standort, Angebot, Preisniveau und Wettbewerb ab.


    Google-Profil und lokale Sichtbarkeit

    Für viele Gäste ist der erste Kontakt mit deinem Restaurant keine Website, sondern ein Eintrag in der Kartenansicht.

    1.Profil vollständig ausfüllen. Kategorie, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Adresse, Preisniveau, Ausstattung. Fülle jedes Feld aus, das auf deinen Betrieb zutrifft – offene Angaben führen sonst zu Rückfragen.

    2.Sonderöffnungszeiten pflegen. Feiertage, Betriebsurlaub, Ruhetage. Eine unerwartet verschlossene Tür ist für Gäste besonders ärgerlich.

    3.Zehn aktuelle Fotos hochladen. Gericht, Gastraum, Außenansicht, Team. Die Außenansicht hilft beim Wiederfinden vor Ort. Tausche die Bilder zwei- bis dreimal im Jahr aus, damit das Profil nicht auf dem Stand der Eröffnung stehen bleibt.

    4.Auf Bewertungen antworten. Alle, nicht nur die guten. Sachlich, kurz, ohne Rechtfertigung. Bei Kritik hilft ein einfaches Muster: bedanken, den Punkt benennen, sagen was ihr ändert, und den Rest offline klären. Für mitlesende Gäste ist oft dein Umgang mit der Kritik so aussagekräftig wie die Kritik selbst.

    5.Speisekarte verlinken. Damit der Weg vom Kartenausschnitt zur Karte ein Klick ist.

    6.Beiträge für Aktionen nutzen. Mittagsangebot, Feiertagsmenü, neue Karte – kurze Beiträge statt Dauerwerbung. Ein Beitrag pro Monat mit echtem Anlass reicht; ohne Anlass lieber gar keiner.

    Wie du dabei vorgehst, steht ausführlich in unserem Leitfaden Google Maps für Restaurants.


    Website und Speisekarte

    7.Öffnungszeiten, Adresse und Telefonnummer ohne Scrollen sichtbar machen. Das sind häufig gesuchte Angaben. Prüfe sie auf dem eigenen Handy, nicht am Bildschirm – dort sieht die Startseite anders aus.

    8.Die Speisekarte lesbar machen. Kein A4-PDF, das auf dem Handy Zoomen erzwingt. Wie es besser geht, zeigt der Ratgeber Digitale Speisekarte erstellen.

    9.Einen klaren nächsten Schritt anbieten. Anrufen, reservieren oder bestellen – ein sichtbarer Weg, nicht fünf gleichrangige.

    10.Ladezeit prüfen. Große Bilder sind eine häufige Ursache für langsame Seiten. Ein Foto direkt aus der Kamera hat schnell mehrere Megabyte; für die Website reicht ein Bruchteil davon. Teste die Seite einmal im Mobilfunknetz statt im WLAN des Lokals.

    11.Anfahrt und Parken beschreiben. Zwei Sätze, die Gästen die Anreise erleichtern.

    12.Eine Seite für Gruppen und Feiern anlegen, wenn du solche Anfragen willst. Eine eigene Seite gibt dir einen Ort, auf den du verweisen kannst, und beantwortet die üblichen Fragen vorab. Nenne Platzangebot, mögliche Zeiten und ein Beispielmenü – das reduziert Rückfragen.


    Fotos und Bildsprache

    13.Die zehn meistbestellten Gerichte fotografieren. Nicht die ganze Karte – das, was wirklich läuft. Die Kassenauswertung des letzten Quartals liefert die Liste ohne großen Aufwand.

    14.Tageslicht nutzen. Ein Fenstertisch am Vormittag liefert meist besseres Licht als die Deckenbeleuchtung. Praktische Hinweise stehen unter Essen fotografieren.

    15.Eine einheitliche Bildsprache festlegen. Gleicher Hintergrund, gleiche Perspektive, gleiche Helligkeit – dadurch wirkt der Auftritt sortiert.

    16.Menschen zeigen. Küche, Service, Handgriffe. Kläre vorher Einwilligungen für die Veröffentlichung.

    17.Bilder mehrfach verwenden. Ein Shooting bedient Karte, Website, Google-Profil, Lieferplattform und Social Media. Lass gleich mehrere Zuschnitte anlegen: quer für die Website, quadratisch für Plattformen, hochkant für Storys. Nachträglich ist das aufwendiger.


    Social Media

    18.Einen Rhythmus wählen, den das Team schafft. Zwei sorgfältig gemachte Beiträge pro Woche sind meist tragfähiger als sieben nebenbei erstellte.

    19.Aus vier Motiven planen: Speisen, Menschen, Einblicke, Anlässe. Das verhindert Themenlöcher.

    20.Gebündelt produzieren. Ein Termin pro Woche für Aufnahmen und Texte statt täglicher Kleinarbeit. Lege dafür einen festen Produktionsblock am ruhigsten Tag an und passe seinen Umfang an das an, was ihr tatsächlich schafft.

    21.Wiederkehrende Formate etablieren, etwa das Gericht der Woche oder eine feste Frage-Antwort-Story.

    22.Auf Nachrichten antworten. Ein unbeantwortetes Postfach kann Anfragen kosten. Lege für die drei häufigsten Fragen – Reservierung, Allergene, Parken – kurze Textbausteine an.

    Konkrete Beispiele findest du in unserer Ideensammlung 30 Instagram-Content-Ideen für Restaurants. Ziele, Content-Säulen und Redaktionsplan behandelt die Social-Media-Strategie für Restaurants.


    Lieferplattformen und Abholung

    23.Das Lieferprofil aufräumen. Vollständige Beschreibungen, korrekte Kategorien, aktuelle Preise.

    24.Bilder für kleine Displays zuschneiden. In der Trefferliste ist das Vorschaubild oft das Erste, was auffällt.

    25.Abholung aktiv anbieten, wenn die Provision drückt – mit eigenem Weg über Telefon oder Website. Ein Hinweis auf dem Beileger und an der Theke kostet nichts und kann direkte Bestellungen unterstützen.

    26.Einen Flyer beilegen. Die Liefertüte erreicht Gäste direkt zu Hause. Wichtig ist nur eine klare Botschaft pro Flyer – Karte, Telefonnummer und ein Grund, direkt zu bestellen.

    Ob sich der Plattformeinstieg lohnt, klärt der Vergleich Lieferando oder Wolt.


    Vor Ort, Kooperationen und Stammgäste

    27.Nachbarschaft einbinden. Hotels, Büros, Friseure, Fitnessstudios – ein Kartenstapel an der richtigen Theke ist eine lokal testbare Maßnahme mit geringem Einsatz.

    28.Wiederkommen erleichtern. Stempelkarte, Mittagskarte für Berufstätige oder ein fester Wochentermin. Der Punkt steht am Ende der Liste, ist aber keiner der unwichtigen: Er richtet sich an Gäste, die dich bereits kennen.

    29.Anlässe im Kalender bespielen. Feiertage, Ferien, lokale Veranstaltungen – zwei Wochen vorher planen, nicht am Vortag.

    30.Messen, was ankommt. Notiere für vier Wochen, worauf Gäste ansprechen: Anrufe, Reservierungen, Klicks auf die Karte. Ohne diese Notizen ist jede Bewertung Bauchgefühl.

    Für die Messung reicht ein Blatt Papier neben dem Telefon. Drei Spalten genügen: Datum, worauf jemand angesprochen hat, und wie viele. Nach vier Wochen erkennst du Muster, die in keiner Plattformstatistik stehen – etwa an welchen Tagen und zu welchen Zeiten Reservierungen überwiegend telefonisch hereinkommen.


    Drei Fehler, die immer wieder auftauchen

    Alles gleichzeitig anfangen. Neue Website, neuer Kanal, neuer Lieferdienst und dazu eine Aktion – nach vier Wochen ist nichts fertig. Ein Punkt nach dem anderen führt eher zu fertigen Ergebnissen.

    Widersprüchliche Angaben. Auf der Website steht 22 Uhr, im Google-Profil 21 Uhr, an der Tür „bis open end“. Solche Abweichungen irritieren Gäste und erzeugen vermeidbare Rückfragen. Führe die drei bis fünf Kernangaben an einer Stelle und übertrage sie überall gleich.

    Rabatte als Dauerlösung. Preisaktionen können kurzfristig Gäste bringen, gewöhnen sie aber an den Aktionspreis. Sinnvoller sind Anlässe, die keinen Nachlass brauchen: ein neues Gericht, ein Saisonstart, ein Blick in die Küche.


    Priorisierung: was zuerst?

    IdeeAufwandErwartete WirkungWann sinnvoll
    Google-Profil vervollständigenniedrighochimmer zuerst
    Zehn Gerichte fotografierenmittelhochvor weiteren digitalen Maßnahmen
    Speisekarte mobil lesbar machenniedrig bis mittelhochwenn nur ein PDF existiert
    Öffnungszeiten und Kontakt sichtbarniedrigmittelsofort
    Social-Media-Rhythmus aufsetzenmittelmittelwenn Bilder vorhanden sind
    Lieferprofil überarbeitenmittelmittelbei aktiver Lieferung
    Kooperationen in der Nachbarschaftmittelschwankt starkwenn Laufkundschaft zählt
    Website neu bauenhochmittel bis hochwenn die Basis fehlt

    Die Spalte „Erwartete Wirkung“ ist eine Einschätzung aus der Praxis, keine Messgröße. Was in deinem Betrieb tatsächlich wirkt, zeigt erst die Beobachtung über mehrere Wochen.


    Ein realistischer 90-Tage-Startplan

    Tage 1 bis 30 – Fundament. Google-Profil vollständig und mit aktuellen Fotos. Öffnungszeiten überall gleich: Website, Profil, Lieferplattform, Aushang. Speisekarte auf dem Handy prüfen und lesbar machen. Zehn Gerichte fotografieren.

    Tage 31 bis 60 – Sichtbarkeit. Social-Media-Rhythmus starten, mit gebündelter Produktion und zwei bis drei Beiträgen pro Woche. Bewertungen der letzten Monate beantworten. Lieferprofil aufräumen, falls du lieferst. Erste Kooperation in der Nachbarschaft ansprechen.

    Tage 61 bis 90 – Nachschärfen. Vier Wochen Beobachtung auswerten: Woher kamen Anfragen? Welche Beiträge lösten Reaktionen aus? Ein Format ausbauen, ein Format streichen. Erst jetzt über größere Projekte entscheiden – etwa eine neue Website.

    Wichtig: Der Plan ist ein Startgerüst, keine Erfolgszusage. Drei Monate reichen, um Grundlagen zu schaffen und erste Muster zu erkennen – nicht, um belastbare Aussagen über Umsatzeffekte zu treffen.


    Wenn die Zeit im Tagesgeschäft fehlt

    Die meisten dieser Ideen kannst du selbst umsetzen. Wenn Zeit oder Ausstattung fehlen, übernehmen wir einzelne Bausteine: Restaurantfotografie für die Bildbasis, Social-Media-Betreuung für den laufenden Rhythmus, Speisekarten-Design für Print- und QR-Karte, Webdesign für Gastronomie für die Website und die Pflege des Google-Unternehmensprofils.


    Fazit

    Gutes Restaurant-Marketing ist selten spektakulär. Es besteht aus wenigen Grundlagen, die vollständig und aktuell sind, und aus einem Rhythmus, den dein Betrieb durchhält. Fang mit dem Google-Profil, brauchbaren Bildern und einer lesbaren Karte an. Bau darauf einen Social-Media-Takt auf, den du wirklich schaffst. Und notiere vier Wochen lang, worauf Gäste reagieren – diese Notizen sind wertvoller als jede allgemeine Empfehlung, auch als diese hier.

    Häufige Fragen

    Womit sollte ein Restaurant beim Marketing anfangen?

    Mit den Grundlagen, die jeder Gast zuerst sieht: ein vollständiges Google-Unternehmensprofil mit aktuellen Fotos und korrekten Öffnungszeiten, brauchbare Bilder der meistbestellten Gerichte und eine Speisekarte, die auf dem Handy gut lesbar ist. Diese drei Punkte kosten wenig und sind die Voraussetzung dafür, dass alle weiteren Maßnahmen überhaupt wirken.

    Wie viele Marketing-Ideen sollte ich gleichzeitig umsetzen?

    Wenige. Ein häufiger Fehler ist, Website, Social Media, Lieferdienst und eine Aktion gleichzeitig zu starten – nach vier Wochen ist dann nichts fertig. Nimm dir pro Monat einen Schwerpunkt vor und halte ihn durch, bevor der nächste dazukommt.

    Wie messe ich, ob Restaurant-Marketing wirkt?

    Für den Anfang reicht ein Blatt Papier neben dem Telefon: Datum, worauf jemand angesprochen hat, und wie viele. Nach vier Wochen erkennst du Muster. Belastbare Aussagen über Umsatzeffekte entstehen erst aus deinen eigenen Zahlen über einen längeren Zeitraum – pauschale Prozentversprechen aus fremden Fallbeispielen sind für deinen Betrieb wertlos.

    Lohnt sich Social Media für kleine Restaurants?

    Wenn du einen Rhythmus findest, den dein Team dauerhaft schafft. Zwei gute Beiträge pro Woche wirken besser als sieben lieblose und ein anschließender Stillstand. Ohne brauchbare Bilder lohnt der Start meist nicht – deshalb steht die Bildbasis in diesem Ratgeber vor dem Kanalaufbau.

    Sind Rabattaktionen eine gute Marketing-Idee?

    Kurzfristig bringen sie Gäste, langfristig gewöhnen sie an den Aktionspreis. Tragfähiger sind Anlässe ohne Nachlass: ein neues Gericht, ein Saisonstart, ein Blick in die Küche oder ein fester Wochentermin. Wenn du Rabatte einsetzt, dann befristet und mit einem klaren Grund.

    Möchtest du dein Restaurant digital sichtbarer machen?

    In einem kostenlosen Erstgespräch prüfen wir, welche Maßnahmen zu deinem Restaurant, deinem Standort und deinen Zielen passen.

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