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    Konzeptstudie

    Konzeptstudie: digitale Abläufe in einem Restaurant mit 60 Plätzen

    Von der Redaktion von Len DigitalVeröffentlicht am 13 min Lesezeit
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    Konzeptstudie – vollständig fiktives Beispiel. Der hier beschriebene Betrieb existiert nicht. Es gibt keine Kundenbeziehung, keinen echten Namen, keine gemessenen Ergebnisse und keine erhobenen Kennzahlen. Alle Zahlen sind frei gewählte Annahmen, die du durch deine eigenen ersetzen sollst. Diese Seite ist keine Referenz und beschreibt kein durchgeführtes Projekt.

    Warum eine Studie und keine Fallstudie

    Weil wir keine Zahlen aus Kundenprojekten veröffentlichen. Was wir stattdessen zeigen können, ist die Denkweise: Wie kommt man von einem Betriebsalltag zu einer begründeten Reihenfolge?

    Dafür braucht es einen Betrieb. Also nehmen wir einen an – und legen jede Annahme offen, damit du sie austauschen kannst.


    Der angenommene Betrieb

    Alle folgenden Angaben sind frei gewählt:

    • 60 Sitzplätze im Innenraum, 20 auf der Terrasse
    • Mittags- und Abendgeschäft, ein Ruhetag
    • Reservierungen überwiegend telefonisch, teils über Nachrichten
    • Abholgeschäft telefonisch, Lieferung ausschließlich über eine Plattform
    • Speisekarte gedruckt, als PDF auf der Website verlinkt
    • Google-Unternehmensprofil vorhanden, Bilder mehrere Jahre alt
    • Ein Standort, keine Filialen
    • Anfragen für Feiern kommen unregelmäßig per E-Mail

    Erkennst du deinen Betrieb darin nur zur Hälfte wieder, ist das der Normalfall. Die Methode bleibt trotzdem dieselbe.


    Schritt 1: Aufschreiben, was heute passiert

    Bevor irgendetwas bewertet wird, wird der Ist-Zustand notiert. Für den angenommenen Betrieb:

    VorgangWie er heute läuftWo es hakt
    ReservierungAnruf, Eintrag ins BuchAnrufe im Service, nichts außerhalb der Öffnungszeit
    AbholbestellungAnruf, ZettelTelefon belegt in der Stoßzeit
    KartenpflegeNeudruck bei ÄnderungÄnderungen werden aufgeschoben
    FeieranfragenE-Mail an ein persönliches PostfachLiegen bleiben, wenn die Person frei hat
    SichtbarkeitGoogle-Profil, alte BilderErster Eindruck veraltet

    Diese Tabelle ist die eigentliche Arbeit. Alles Weitere folgt daraus.


    Schritt 2: Bewerten statt raten

    Für jeden Vorgang zwei Fragen:

    1.Wie oft passiert das? Täglich, wöchentlich, monatlich.

    2.Was kostet ein Fehler? Ein vergessener Tisch ist ärgerlich, eine verlorene Feieranfrage teuer.

    Häufigkeit mal Fehlerkosten ergibt eine grobe Rangfolge. Das ist keine Wissenschaft, aber es schlägt Bauchgefühl.

    Für den angenommenen Betrieb ergäbe sich:

    1.Reservierung – täglich, Fehler häufig

    2.Feieranfragen – selten, Fehler teuer

    3.Kartenpflege – wöchentlich, Fehler ärgerlich

    4.Abholbestellung – täglich, aber funktioniert grundsätzlich

    5.Sichtbarkeit – dauerhaft, Wirkung schwer zuzuordnen


    Schritt 3: Ein Rechenbeispiel, das du selbst füllst

    Hier wird es konkret – und hier ist besondere Vorsicht nötig, weil jede Zahl erfunden ist.

    Beispielrechnung zur Abholung. Setze deine eigenen Werte ein:

    • Bestellungen über die Plattform pro Monat: B
    • Anteil wiederkehrender Gäste: W (als Dezimalzahl)
    • Durchschnittlicher Bestellwert: D
    • Provisionssatz laut deinem Vertrag: P (als Dezimalzahl)

    Der Betrag, der theoretisch im Haus bliebe, wenn genau die wiederkehrenden Gäste wechseln:

    B × W × D × P = monatlicher Betrag

    Setzt man rein illustrativ B = 200, W = 0,4, D = 25 € und P = 0,14 ein, ergibt das 280 € im Monat. Diese vier Werte sind ausgedacht. Sie stehen hier nur, um die Formel lesbar zu machen. Deine Plattformkonditionen stehen in deinem Vertrag, dein Bestellwert in deiner Auswertung.

    Und ein Vorbehalt, der oft fehlt: Der Anteil, der tatsächlich wechselt, dürfte kleiner ausfallen als der Anteil der wiederkehrenden Gäste – wie viel kleiner, weiß niemand vorher. Rechne konservativ, bevor du investierst, und rechne die Kosten des eigenen Kanals gegen.


    Schritt 4: Eine Reihenfolge, kein Gesamtpaket

    Aus Bewertung und Rechnung ergäbe sich für den angenommenen Betrieb diese Reihenfolge:

    Zuerst: Reservierung. Höchste Frequenz, klarster Engpass, überschaubarer Umfang. Zeitfenster festlegen, Kapazitätsregeln definieren, Bestätigung und Absage ermöglichen.

    Dann: Feieranfragen. Kleiner Aufwand, hoher Schaden bei Verlust. Ein Formular mit Pflichtangaben, eine Rollenadresse statt eines persönlichen Postfachs, ein Bearbeitungsstand.

    Dann: Karte. Eine digitale Karte, die sich ohne Neudruck ändern lässt, nimmt Druck von der Pflege.

    Dann: Sichtbarkeit. Aktuelle Bilder und vollständige Angaben im Google-Profil.

    Zuletzt: eigener Bestellweg. Erst wenn die Rechnung oben trägt und die Sichtbarkeit stimmt.

    Was in dieser Liste bewusst fehlt: eine eigene Webapp. Bei einem Standort mit diesen Abläufen wäre sie überdimensioniert.


    Schritt 5: Was man nicht behaupten kann

    An dieser Stelle enden seriöse Aussagen. Nicht sagen lässt sich:

    • wie viele zusätzliche Reservierungen entstehen,
    • wie viel Zeit im Service frei wird,
    • wie viele Gäste vom Plattform- auf den Direktkanal wechseln,
    • wann sich eine Investition amortisiert.

    Wer diese Zahlen ohne Messung im eigenen Betrieb nennt, rät. Was man tun kann: vorher festlegen, was gemessen wird – Zahl der Reservierungen je Kanal, Anteil der Absagen, Zahl der Anfragen ohne Antwort nach fünf Tagen – und nach drei Monaten nachsehen.


    Was du aus dieser Studie mitnehmen kannst

    Die Methode, nicht die Zahlen:

    1.Ist-Zustand aufschreiben, Vorgang für Vorgang

    2.Nach Häufigkeit und Fehlerkosten bewerten

    3.Mit den eigenen Werten rechnen, konservativ

    4.Eine Reihenfolge festlegen statt eines Gesamtpakets

    5.Vorher festlegen, was gemessen wird

    Wenn du die ersten beiden Schritte machen willst, ohne etwas zu lesen: Dafür gibt es die Potenzialanalyse. Sie stellt dieselben Fragen in kürzerer Form und sortiert nach denselben offengelegten Regeln.


    Nochmals zur Einordnung: Der beschriebene Betrieb ist erfunden. Es gab kein Projekt, keine Kundin, keinen Kunden und keine Messung. Diese Seite steht bewusst nicht unter unseren Referenzen – dort stehen ausschließlich real umgesetzte Projekte.

    Häufige Fragen

    Ist das ein echtes Kundenprojekt?

    Nein. Der Betrieb ist erfunden, es gibt keine Kundenbeziehung und keine gemessenen Ergebnisse. Alle Zahlen sind offengelegte Annahmen zur Veranschaulichung der Methode.

    Warum steht die Studie nicht bei den Referenzen?

    Weil sie keine ist. Unter Referenzen stehen ausschließlich real umgesetzte Projekte. Eine Konzeptstudie dort einzusortieren, würde den Unterschied verwischen.

    Kann ich die Rechnung auf meinen Betrieb übertragen?

    Die Formel ja, die Zahlen nicht. Setze deine eigenen Werte ein: Bestellmenge, Anteil wiederkehrender Gäste, Bestellwert und den Provisionssatz aus deinem Vertrag.

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    In einem kostenlosen Erstgespräch prüfen wir, welche Maßnahmen zu deinem Restaurant, deinem Standort und deinen Zielen passen.

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